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UdN: „Made in…“/ Seeds in Hamburg 2011

Ideen sind Samen;  sind Konzepte die ihr Eigenleben ent­wickeln und wachsen können – oder eben auch nicht!

Bloß manchmal ist es schwie­rig sie zu haben… und sie umzusetzten.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Arlett Manzke und Andreas Brück.

An der UdN Wilhelmsburg haben wir uns während des Workshops „Made in…“ innerhalb einer Wochen mit dem Stadtteil Wilhelmsburg auseinandergesetzt und unterschiedlichste Impulse in Form von Wörtern oder Phrasen, Eindrü­cken und Bildern bekommen. Alle diese Wörter haben wir in von uns entwickelten Zufalls-Maschinen eingespeist (wir nennen sie Ideen-Alter­nator–Fulguratoren). Die Maschinen kombinieren zwei oder drei Begriffe und spucken anfangs eher absurd erscheinende Kombinationen aus, die wir interpretiert haben um Projekte zu entwickeln. Dabei geht es je­doch nicht darum konkrete Projekte für Wilhelmsburg vorzuschlagen, sondern neue, ungeahnte Möglichkeiten zu erforschen und kreativ zu arbeiten… wir wollen einen Anstoß geben, wollen provozieren, karikie­ren, reflektieren.

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„Samentüten“ mit den erzeugten Konzepten.

Was entstanden ist sind 20 Samen, aus denen etwas entstehen könnte, vielleicht auch irgendwann reale Umsetzungen…

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Beispiel für ein „seed“ generiert aus den Begriffe „speed-elbe-transport“

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Beispiel für ein „seed“ generiert aus den Begriffe „wilhelmsburg-bürger“

Der Prozess: Zur Kombination der Begriffe haben wir uns teilweise des Zufalls bedient und diese auch willentlich Kombiniert. Probiert es aus! Unsere Maschinen werden wärmstens empfohlen: problemraum 

1. Pfeilmaschine: Ein ausgedientes Verkehrsschild (236) wurde drehbar an der Wand befestigt und die Begriffe im Kreis darum an der Wand be­festigt. Durch dreimaliges Drehen entstanden neue Wortkombinationen. img_2111

2. Steine: Die Begriffe wurden auf 15 Maurersteine (KS-Steine) auf alle 6 Seiten geschrieben. Die Steine lassen sich kombinieren und ein klei­nes Bauwerk erstellen, dass dann ebenfalls Wortkombinationen enthält.

3. Blätterbuch: Nach der bekannten Variante von Kinderbü­chern in denen die Seiten z.B. dreigeteilt sind, lassen sich Bilder von Tieren oder Menschen durch Klappen kombinie­ren. So kann eine Glatze mit dem Gesicht einer Frau, einem Oberkörper mit Blaumann und kurzen Leder­hosen sowie Schwimmflossen kombiniert werden. Wir haben diese Technik auf die Kombination von Begriffen angewendet. Durch Blättern und zufälliges Anhalten sind Kombinationen entstanden.

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